Ökologische Landwirtschaft:
Einsatz für Bodenschutz, Gewässerschutz und Artenvielfalt

Bio – Weihnachtsbäume in Polykultur
Unsere Weihnachtsbäume wachsen auf 14 Hektar Fläche in der Gemeinde Lutzhorn im Kreis Pinneberg. Wir kultivieren vor allem Nordmanntannen und pflanzen in jedem Jahr zwischen 6000 und 8000 Jungpflanzen neu an. Der Boden ist dabei unsere wichtigste Ressource, denn gesunde Tannen können nur in einem gut versorgten Boden gedeihen.
Im Jahr 2020 haben wir unsere Weihnachtsbaumkulturen umgestellt auf ökologischen Anbau und uns dem Bioland-Verband angeschlossen. Jährliche unabhängige Kontrollen überprüfen seitdem unsere Anbauweise. „Bio“ bedeutet als allererstes, auf den Einsatz von Pestiziden und synthetischem Dünger zu verzichten. Den Nährstoffbedarf unserer Pflanzen decken wir stattdessen auf der einen Seite durch die Gabe von bio-zertifiziertem Kompostdünger und durch eine Untersaat von Weißklee in den Tannenkulturen. Der Klee hat sich hierbei als eine echte Wunderpflanze entpuppt, denn er sorgt nicht nur für die notwendige Stickstoffdüngung der Weihnachtsbäume, sondern verhindert auch das Aufkommen unerwünschter Kräuter, bietet Nahrung für die heimischen Insekten und erhöht deutlich die Photosythese - Leistungen auf unseren Flächen.

Regenerative Energien

Keine fossilen Brennstoffe
Aktuell erzeugen wir mit zwei Photovoltaikanlagen (90 kwP Leistung, in Betrieb seit 2009/2011) unseren Strom selbst und verzichten dank eines Hackschnitzelheizwerks (100 kw, in Betrieb seit 2006) auf fossile Brennstoffe zum Heizen der Ferienwohnungen, der Veranstaltungsräume, der Altenteilswohnung und des Büros.
Besonders viel Spaß macht diese Heizung, wenn wir im Januar die übrig gebliebenen und wieder von den Weihnachtsmärkten eingesammelten Bio-Weihnachtsbäume schreddern und verheizen – ein perfekter Kreislauf aus Anbau, Nutzung als Weihnachtsschmuck und vollständige Verwertung des Baumes als Heizmittel. Natürlich entsteht beim Heizen mit Holz CO2, das in die Atmosphäre abgegeben wird. In den 10 Jahren, die der Baum bei uns in der Kultur stand, hat er aber diese Menge an CO2 durch Photosynthese in Sauerstoff umgewandelt und den Sauerstoff in die Luft abgegeben.
Am Ende ist diese Art zu heizen weitgehend klimaneutral. (Im Unterschied zum Heizen mit fossilen Brennstoffen – denn hier werden Pflanzen verbrannt, die vor Tausenden von Jahren Sauerstoff abgegeben haben und deren CO2 besser weiter unter der Erde gespeichert bliebe.)

Agroforstsysteme

Seit dem Jahr 2021 pflanzen wir direkt in unsere Tannen-Kulturen Laubbäume, die unseren schleswig-holsteinischen Wind brechen und in der Kultur ein Kleinklima entstehen lassen, das das Wachstum der Nordmanntannen positiv beeinflusst.

Außerdem pflanzen wir Laubbäume auf größeren Schlägen als Nutzhecken, ebenfalls mit dem Ziel, den Wind zu brechen und ein Kleinklima entstehen zu lassen. Da Nordmanntannen zu den Halbschattengewächsen gehören, verbessert der durch die Laubbäume entstehende Schatten das Gedeihen unserer Tannenbäume und beugt bei mangelnden Niederschlägen Sommer einer Austrocknung des Bodens vor. Ebenso wie die Kleeuntersaat sorgen die Agroforstsysteme dafür, dass die Photosynthese-Leistungen auf unseren Anbauflächen deutlich erhöht werden. 
Gleichzeitig mit der letzten Ernte der Bio-Weihnachtsbäume werden ebenso die Laubbäume aus den Agroforstsystemen auf der jeweiligen Fläche geerntet und das gewonnene Holz zu Hackschnitzeln verarbeitet. Diese sind die Energiequelle für die gesamte Wärmeversorgung auf unserem Hof: Ein perfekter Kreislauf.

Ressourcen schonende Ausstattung und Modernisierung

Ein weiteres Übungsfeld im Bereich Nachhaltigkeit ist für uns die Ausstattung der Ferienwohnungen und deren regelmäßige Modernisierung.
Naturmaterialien und, wo möglich, Vollholz statt Verbundmaterialien geben wir stets den Vorzug und lassen unmittelbar eine warme Wohnatmosphäre in den Ferienwohnungen entstehen. Wir sind davon überzeugt, dass der Einsatz hochwertiger, natürlicher Materialien in den Ferienhäusern, aber auch in den Veranstraltungsräumen, einen starken Nachhaltigkeitsimpuls setzt, denn Möbel guter Qualität und hochwertige Bodenbeläge halten einfach länger und können auch langfristig mit einem guten Ergebnis gepflegt werden. Hinsichtlich der sorgfältigen und fachgerechten Reinigung unserer Unterkünfte machen wir keine Kompromisse und sind glücklich, dass die Mitarbeiterinnen im Reinigungsservice mit uns in dieser Frage an einem Strang ziehen.

Ackerlebensräume

Auf insgesamt 15 Hektar Fläche, vor allem ehemaliger Weihnachtsbaumkulturen, haben wir im Jahr 2025 sogenannte „Ackerlebensräume“ entstehen lassen, d.h. wir haben auf diesen Flächen ein regional angepaßtes Saatgut in den Boden eingebracht, bestehend aus Phacelie, Lein, Sonnenblume, Kornblume, Klatschmohn, Labkraut, Wiesen-Salbei und anderen Samen. In den kommenden 5 Jahren säen sich diese Pflanzen immer wieder selbst neu aus, ohne dass wir den Boden düngen, befahren, oder auf andere Weise bearbeiten. Gegebenenfalls werden wir im dritten Jahr dieser Maßnahme noch einmal dieselbe Saatmischung nachsäen. Dieses Programm ist Teil der Agrarumweltmaßnahmen des Landes Schleswig-Holstein und soll Landwirtschaft und Naturschutz miteinander verbinden.
Für uns als Tannenhof steht dabei im Vordergrund, dass wir mit dieser Maßnahme auf der einen Seite gezielt Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Wildtiere schaffen und auf der anderen Seite den Humusaufbau und die Bodenregeneration auf unseren Flächen fördern. 

Mehrweg statt Einweg

Seit über 15 Jahren schenken wir auch bei Großevents auf unserem Tannenhof Punsch, Glühwein und Kaffee in Mehrweg - Gläsern und Mehrweg - Bechern aus. Kalte Getränke wie Softdrinks kaufen wir ausschließlich in Pfandflaschen ein.
Es ist natürlich personalintensiv, für 1000 Gäste am Tag Punschgläser und Kaffeebecher zu spülen, aber es funktioniert: Auch bei Großveranstaltungen kann auf Einweg im Getränkeservice verzichtet werden.

Baumverpackung mit Sisalband

Viele Jahre haben wir unsere Weihnachtsbäume – wie die meisten Weihnachtsbaumproduzenten – mit Netzen aus Kunststoff für den Transport nach Hause verpackt. Wirklich zufrieden waren wir mit dieser Lösung nie und haben deshalb einige Alternativen, z.B. Netze aus Baumwollfaser, ausprobiert. Aber auch mit dieser Verpackungslösung waren wir nicht vollständig zufrieden.
Erst durch die Anschaffung einer innovativen Wickelmaschine, mit der der Baum automatisch durch einen Trichter gezogen und mit Sisalband umwickelt wird, haben wir die für uns perfekte Lösung gefunden. Der Tannenbaum wird dabei eng zusammengeschnürt, so dass er leicht zu transportieren ist. Das verwendete Sisal – Garn ist eine reine Naturfaser und kann von unseren Kundinnen und Kunden noch weiter zum Verschnüren anderer Gegenstände genutzt werden.